Adrian Sherwood
Adrian Sherwood, Chef des Labels On-U Sound und Produzent der Extraklasse, begibt sich im Frühjahr 2026 auf seine bislang umfangreichste Tournee, bei der er Titel aus seinem neuen Album „The Collapse of Everything“ präsentieren wird. Neben Auftritten in zahlreichen europäischen Städten wird Adrian zum ersten Mal überhaupt als Solokünstler in Nordamerika auf Tournee gehen.
Diese umfangreiche Reihe von Live-Dub-Sessions beginnt im Februar 2026 in Mailand und endet in Barcelona, dazwischen liegt sein Heimkehrkonzert in London im Haupttheater des Barbican Centre. Spannenderweise wird er danach von März bis April eine Reihe von Debütkonzerten in ganz Nordamerika geben, beginnend beim Big Ears Festival, bevor er in Großstädten wie LA, San Francisco, New York, Chicago, Montreal und weiteren auftritt.
Adrians neue „Live Dub“-Show, die am 5. Februar im Maggazzini Generali in Mailand Premiere feiert, zeigt ihn auf der Bühne mit einem kompletten Mischpult und seinen charakteristischen Studioeffekten, mit denen er live und in Echtzeit Dub-Mixe direkt aus den Original-Multitracks erstellt. Es handelt sich um eine komplette On-U-Produktion, die Musik aus seinem neuen Soloalbum „The Collapse of Everything“ sowie Tracks aus jüngeren Alben präsentiert, darunter seine Kollaborationen mit Lee „Scratch“ Perry und Horace Andy, seine jüngsten Arbeiten mit Sonic Boom x Panda Bear und Spoon sowie weitere On-U-Klassiker.
Dieses hypnotische, filmische Live-Set wird von psychedelischen Visuals begleitet, die eine bildliche Geschichte von On-U Sound zeigen, interpretiert von seinem langjährigen Mitstreiter Peter Harris. Peter hat seine einzigartige Art subversiver Kunstwerke für die letzten beiden On-U-Albumcover von Lee „Scratch“ Perry, African Headcharge und Creation Rebel sowie für „The Collapse Of Everything“ beigesteuert.
Sherwoods erstes Soloalbum seit 13 Jahren und erst das vierte in seiner langen Karriere, „The Collapse Of Everything“, erschien im August und wurde mit großem Beifall aufgenommen. Das Album ist nachdenklicher als frühere Alben in seiner Diskografie und entfaltet sich wie ein jamaikanischer Spaghetti-Western mit seinen Breitbild-Panoramen und Stimmungswechseln, wobei es alles von staubbedecktem Wüstenblues bis hin zu schwersten Dubs, verziert mit scheinbar unendlichen Details, einbezieht. Eine weitreichende Palette von zarten Klaviermotiven bis hin zu stark bearbeiteten Soundeffekten bewegt sich in einem breit aufgemachten Stereofeld hin und her und verschmilzt zeitweise zu einem fast halluzinogenen Zustand. Mojo bezeichnete es als „Sherwoods bislang spannendstes, experimentierfreudigstes Soloalbum“.