Alberta Cross
Wenn man den Großteil seines Lebens unterwegs verbracht hat, von einem Land zum anderen, von Tour zu Tour, von Stadt zu Stadt, von Bar zu Bett, von Bett zum Bus – was passiert dann, wenn man endlich innehält? Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch „Sinking Ships“, das hervorragende siebte Album von Alberta Cross. Die Band um Sänger und Gitarrist Petter Ericson Stakee beschäftigte sich bereits auf dem 2020 erschienenen Album „What Are We Frightened Of?“ mit der Idee der Jahre, die man unterwegs verbringt. Dieses Album war ein kreativer Neuanfang, bei dem Stakee eine fruchtbare Songwriting-Partnerschaft mit dem Produzenten Luke Potashnick einging.
Alberta Cross begab sich auf vielbeachtete Tourneen mit Mumford & Sons, Portugal. The Man, Neil Young, Them Crooked Vultures (Dave Grohl, Josh Homme und John Paul Jones) sowie Rag N’ Bone Man und trat weltweit in renommierten TV-Shows auf, darunter „The Late Show with David Letterman“, „Last Call with Carson Daly“ und weitere, während ihre Songs in erfolgreichen TV-Serien wie „Million Little Pieces“, „Sons Of Anarchy“ und „Californication“ zu hören waren. Die Gruppe wurde vom Schweden Stakee und seinem Londoner Kumpel Terry Wolfers gegründet, damals in der Folk-Rock-Blütezeit Mitte der 2000er Jahre, als Westen in Mode waren und die Banjo-Industrie boomte. Dieses Duo hatte jedoch etwas Besonderes an sich: Ihre hymnischen, von Americana geprägten Songs besaßen eine Verletzlichkeit und Bodenständigkeit, und das zeigte sich bald daran, wie enorm ihr Debütalbum „The Thief & The Heartbreaker“ beim Publikum ankam.