Deyaz
Der 21-jährige multidisziplinäre Künstler Deyaz bezeichnet sich selbst als „nicht in Schubladen steckbaren Musiker“. Aufgewachsen in East Ham, London, und mit jamaikanisch-syrischen Wurzeln, half ihm seine angeborene Verbundenheit mit der Musik, in seinen turbulenten Teenagerjahren Trost zu finden. Sein Debüt-Mixtape „WHY NOT“ ist das Ergebnis einer fast zehnjährigen musikalischen Selbstausbildung, in der seine Erfahrungen mit Obdachlosigkeit, Sucht und psychischen Krisen seiner Musik eine einzigartige Tiefe verliehen haben. „Für mich hat Musik einen therapeutischen Ursprung“, bemerkt er. „Es geht in erster Linie darum, mir selbst zu helfen. Ich habe kein anderes Ventil.“
Im Alter von 12 Jahren brachte er sich zunächst selbst bei, auf der Gitarre seines Bruders zu spielen, und arbeitete sich durch den Kanon des Rock und Grunge, wobei er lernte, Alben von Pearl Jam und Alice In Chains nach Gehör nachzuspielen. Mit 13 erhielt er eine Handvoll formeller Gitarrenstunden, die ihm halfen, die Teile dessen, was er heute als das „große musikalische Puzzle“ in seinem Kopf bezeichnet, miteinander zu verbinden. Nach drei Vorspielen erhielt Deyaz ein begehrtes Stipendium an der Londoner Guildhall School of Music, einen Ort, den er schließlich aufgeben würde, um eine organischere Verbindung zum Musizieren zu finden. Mit 16 hatte Deyaz durch eine Kombination aus Konservatoriumsausbildung und Selbststudium ein breites technisches Wissen über Jazz und klassische Musik sowie Kenntnisse in Klavier, Bass und Schlagzeug erworben. Durch familiäre Verbindungen zur britischen Rap-Szene im Osten Londons arbeitete er zudem als Toningenieur und verfeinerte so seine Fähigkeiten in den Bereichen Produktion und Sounddesign.
Heute ist Deyaz’ Sound das Ergebnis dieser vielfältigen und umfassenden musikalischen Ausbildung: eine einzigartige Mischung aus emotionalen Texten, schwebenden Melodielinien, komplexen Harmonien und Arrangements für eine komplette Band, meist untermalt von seinem Hauptinstrument: der Akustikgitarre. Seit er sich als Schlagzeuger in der Punk-Szene von Camden seine Sporen verdient hat, tritt Deyaz heute vor einem Publikum von über einer halben Million Followern in seinen sozialen Netzwerken auf – und das alles noch bevor seine Debüt-EP in diesem Jahr erscheint. „Ich kann das jetzt hauptberuflich machen, und das ist alles, was ich mir je gewünscht habe“, sagt er. „Für mich habe ich es geschafft, und ich habe noch nicht einmal einen Song veröffentlicht.“