HOWLING

„Innervisions überraschen mit einer Zusammenarbeit zwischen dem Sänger und Songwriter Ry Cumming aus Los Angeles und dem Berliner Frank Wiedemann, bekannt durch Âme. ‚Howling‘ setzt auf Schlichtheit: verführerischer Gesang von Cumming, eine Akustikgitarre und ein durchgehend synkopfreier Beat, während der Âme-Remix den Gesang beibehält, aber Cummings‘ Streichersound durch einen treibenden, aber dennoch zurückhaltenden Rhythmus ersetzt.“ – BLEEP

Obwohl sie aus völlig unterschiedlichen Welten stammen, herrscht zwischen dem Sänger, Produzenten und Kultkünstler Ry X und dem Produzenten, Live-Elektronik-Künstler und Labelbetreiber Frank Wiedemann ein spürbares Gefühl des Verständnisses und der Wertschätzung. Ersterer hat seinen Hintergrund in Folk-Pop-Songs, bei denen Freiheit und Einfachheit im Mittelpunkt stehen; Letzterer ist als eine Hälfte von Âme nach wie vor ein König der Underground-Szene, mit vielschichtigen Produktionen, die auf einer straffen 4/4-Struktur aufbauen. Der eine wuchs in abgelegenen Gegenden Australiens in einem wilden Bohemien-Umfeld auf, der andere in Karlsruhe, einem zukunftsorientierten Zentrum für Wissenschaft und Technologie im Südwesten Deutschlands. Der eine lebt in Los Angeles, der andere neun Stunden später in Berlin.

Sowohl Frank als auch Ry X verwenden oft das Wort „Magie“, wenn sie ihre Produktionen, ihre Live-Auftritte und das Projekt als Ganzes beschreiben. Und das aus gutem Grund: Alles rund um Howling ist von einem besonderen Gefühl des Zufalls und der Symbiose geprägt – von der Art und Weise, wie sie sich kennenlernten (über einen Skype-Videochat mit einem gemeinsamen Freund, ohne die Musik des anderen zu kennen), über ihr erstes Projekt (eine Skizze, die zu einem unbeabsichtigten Hit wurde) bis hin zu ihren ersten Live-Auftritten. Als sie gebeten wurden, bei einem Berliner Radiosender und im Watergate aufzutreten (obwohl sie zuvor noch nie gemeinsam aufgetreten waren – oder auch nur zusammen gespielt hatten), fanden sie sich während ihrer ersten Soundchecks dabei wieder, ganz natürlich, intuitiv und ununterbrochen zu improvisieren, und nahmen die Sessions auf. Diese Aufnahmen bildeten nach und nach ein größeres Werk, das für beide Künstler unvorhergesehen war, und zwar auf eine Weise, die nichts weniger als magisch ist: Ihr Debütalbum „Sacred Ground“ ist jetzt bei Monkeytown/Counter Records erschienen.