Weval
Auf ihrem vierten Album „CHOROPHOBIA“ widmen sich das niederländische Elektronik-Duo Weval genau dem, was sie einst zurückhielt: der Tanzmusik. Bekannt für ihre facettenreichen, introspektiven Produktionen, die die Grenze zwischen Electronica und cineastischen Klanglandschaften überschreiten, haben Harm Coolen und Merijn Scholte Albers ein Jahrzehnt damit verbracht, sich einen Raum abseits des Club-Mainstreams zu schaffen. Doch die Entdeckung des Begriffs „Chorophobie“ – die Angst vor dem Tanzen – veranlasste sie zu einer Neubewertung. Als ihnen klar wurde, dass sie sich immer davor gescheut hatten, sich voll und ganz auf den Dance einzulassen, machten sie sich daran, ihr bisher extrovertiertestes, groovigstes Album zu produzieren. Bekannt für ihre mitreißenden Live-Shows, hat Weval auf großen Festivals in ganz Europa und den USA gespielt, darunter Primavera, Pukkelpop, Lightning in a Bottle, Lowlands und DGTL Amsterdam, und legendäre Veranstaltungsorte wie das Paradiso und das Royal Concertgebouw in ihrer Heimatstadt ausverkauft.
Weval weigern sich, sich auf ein einziges Genre festlegen zu lassen, und entwickeln sich ständig weiter, wobei sie Dancefloor-Instinkt mit Introspektion in Einklang bringen und stets dem emotionalen Faden folgen. CHOROPHOBIA ist kein traditionelles Dance-Album – es ist eher ein Soundtrack für eine Hausparty als ein Club-Set. Inspiriert von einem iPhone-Foto in niedriger Auflösung, auf dem ein Freund mit einer Hand auflegt und mit der anderen nascht, fand das Duo eine visuelle Metapher für seine neue Richtung: verspielt, chaotisch und auf die beste Art und Weise ungeschliffen. Mit einem strafferen Zeitplan für das Songwriting und einem lockereren Ansatz bei der Produktion entstand das Album schnell, was zu mutigen Entscheidungen, höheren BPMs und genreübergreifenden Momenten führte, die Acid, Funk, Bass und Psych-Pop umfassen.
Das Ergebnis ist ein befreiendes, mixtape-artiges Album, das die Vorstellung davon, was „Tanz“ überhaupt bedeutet, infrage stellt. CHOROPHOBIA lädt die Hörer dazu ein, Unbehagen anzunehmen, das Überdenken loszulassen und Freude an der Bewegung zu finden, sei sie nun unbeholfen oder nicht.