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Koudlam

Koudlam wird sowohl von den Kritikern als auch von der Öffentlichkeit als Komponist der etwas anderen Art betrachtet. Seine futuristische und archäologische Musik, die Tribal-Rhythmen, synthetische Panflöten und grandiose Melodien miteinander mischt, und die er mit phantasmatischen Vocals sowie metaphysischen Chorälen unterlegt, wird manchmal als „globale Musik der Apokalypse“ beschrieben; sie schafft es, die Lücke zwischen brutalem Techno und der Sinfonie der Neuen Welt zu überbrücken.

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Nach seinem ersten offiziellen Album „Goodbye“, das 2009 veröffentlicht und in der Electro-Szene als eine Art UFO vom anderen Stern gefeiert wurde, legte Koudlam 2011 mit der EP „Alcoholic Hymns“ nach. Diese Platte bestätigte die Umtriebigkeit des 35-Jährigen, der nicht nur genreübergreifende Indie-Hits (See You All, Sunny Day) schrieb, sondern parallel gleich zwei tropische Opern („Live at Teotihuacan“ / „The Great Empire“) fertigstellte sowie prestigeträchtige Kollaborationen in zeitgenössischer Kunst vorantrieb. Koudlam wird sowohl von den Kritikern als auch von der Öffentlichkeit als Komponist der etwas anderen Art betrachtet. Seine futuristische und archäologische Musik, die Tribal-Rhythmen, synthetische Panflöten und grandiose Melodien miteinander mischt, und die er mit phantasmatischen Vocals sowie metaphysischen Chorälen unterlegt, wird manchmal als „globale Musik der Apokalypse“ beschrieben; sie schafft es, die Lücke zwischen brutalem Techno und der Sinfonie der Neuen Welt zu überbrücken. Sein neues Album „Benidorm Dreams“, das er in einem Wolkenkratzer in Benidorm schrieb, kann als melancholische Ode an den gleichnamigen Badeort im Süden Spaniens verstanden werden. Hier, wo das architektonische Chaos an der Costa Blanca gestrandet zu sein scheint (es gibt keine sichtbare Stadtplanung und eine ungewöhnlich hohe Dichte an Nachtclubs in Hochhäusern), scheint die Party einfach nicht enden zu wollen und die Welt eine Runde auszusetzen. Einmal mehr gelingt es Koudlam, sich die musikalischen Codes zu Eigen zu machen, indem er R’n’B, Trance und Hardcore Techno (seine musikalischen Wurzeln) dazu benutzt, seinen eigenen exotischen und vereisten Monolith zu errichten, in dem sich Körper und Geist, Tanz und Idee erfolgreich vereinen.

https://www.youtube.com/watch?v=SYu3Y7JT810
https://www.youtube.com/watch?v=WP1fueU9WeY
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